Intraoperative Radiotherapie

ist eine einmalige Bestrahlung eines Tumors oder Tumorbettes während einer chirurgischen Operation.

INTRAOPERATIVE RADIOTHERAPIE

IORT (intraoperative Radiotherapie)

Seit Februar 2009 betreibt das CDT einen Elektronenbeschleuniger in einem Operationssaal im Elisabeth Krankenhaus Köln-Hohenlind. Nach brusterhaltender Operation folgt obligatorisch eine Bestrahlung der Brust. Es muss die ganze Brust 28x bestrahlt und die Tumorregion selbst mit einer zusätzlichen Dosis aufgesättigt werden. Üblicherweise besteht eine zusätzliche Dosis aus 8 Bestrahlungen im Anschluss an die Ganzbrustbestrahlung.  Diese 8 Bestrahlungen können wir durch die einmalige intraoperative Bestrahlung des Tumorbettes ersetzen. 

Vorteil dieser Behandlung:

  • Schonung der Haut
  • Verkürzung der Behandlungszeit
  • Senkung der Rate von Lokalrezidiven (=Wiederauftreten des Tumors am selben Ort)

Es zeichnet sich ab, dass bei sehr kleinen Mammakarzinomen mit bestimmten feingeweblichen Charakteristika in naher Zukunft eine alleinige intraoperative Therapie mit gleicher Heilungschance möglich ist. Dieses Verfahren ist aber noch kein Routine-Verfahren.

In seltenen Fällen können wir die IORT auch bei anderen Erkrankungen anwenden, z.B.bei Rezidiven eines Rektumkarzinomes oder bei Sarkomen im Bauchbereich


WEITERE INFORMTIONEN:
>> Wichtige Patienteninformationen | Merkblatt