Kernspintomographie

Die MRT wurde als bildgebende NMR ab 1973 vor allem von Paul C. Lauterbur mit wesentlichen Beiträgen von Sir Peter Mansfield entwickelt. Sie erhielten dafür 2003 gemeinsam den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin.

KERNSPINTOMOGRAPHIE (MRT)

Die Kernspintomographie (MRT) nutzt an Stelle von Röntgenstrahlen oder radioaktiven Stoffen Radiowellen, um Ihren Körper bildlich darzustellen. Das vom Körper zurückgesendete Echosignal wird von empfindlichen Spulen aufgefangen und von einem Computer zu einem Bild errechnet. Diese genaue anatomische Abbildung und die Wahl beliebiger Abbildungsebenen erlauben eine exakte Ortsbestimmung und eine genaue Unterscheidung der einzelnen Gewebearten.

WAS PASSIERT BEI EINER KERNSPINTOMOGRAPHIE (MRT)?
Der Patient legt sich auf einen Untersuchungstisch und wird langsam in den Kernspintomographen geschoben. Die Untersuchungsdauer liegt bei 15 bis 45 Minuten. Während der gesamten Untersuchung werden Sie ärztlich überwacht. Sie können sich jederzeit bemerkbar machen und sind ständig über eine Lautsprecheranlage mit uns verbunden. Patienten mit großer Platzangst bekommen vorher ein Beruhigungsmittel. In diesem Falle sollten Sie sich nach Hause fahren lassen.

WAS SIE UNBEDINGT BEACHTEN SOLLTEN:
Wenn Sie Metallteile wie Granatsplitter, Metallprothesen oder Gefäßklips in Ihrem Körper haben, sollten Sie dies unbedingt vor der Untersuchung angeben. Metallteile können, wenn sie in das Magnetfeld gelangen, Verletzungen verursachen. Auch Herzschrittmacher, Nervenstimulatoren oder Shunt-Pumpen sollten nicht in das Magnetfeld gelangen, da hierdurch Gerätedefekte verursacht werden können. Bitte achten Sie auch darauf, dass Sie metallhaltige Gegenstände wie Ketten, Ohrringe, Brillen, Uhren sowie Bank- und Kreditkarten mit Magnetstreifen unbedingt in der gesicherten Umkleidekabine lassen. Bei Schwangeren sollte eine kernspintomographische Untersuchung während der ersten drei Schwangerschaftsmonate nicht durchgeführt werden; danach auch nur bei einer besonderen Indikation. I.v.Kontrastmittel werden in der Schwangerschaft nicht  gegeben. Während der Stillzeit sollte eine 24-stündige Stillpause eingehalten werden.

Sollte der Einsatz intravenöser Kontrastmittel notwendig sein, besteht in seltenen Fällen die Möglichkeit einer allergischen Reaktion, die z.B. mit leichtem Hautjucken, Quaddelbildung oder Übelkeit einhergeht, aber auch zu Blutdruckabfall oder Luftnot führen kann. Für solche Fälle sind alle notwendigen medizinischen Vorkehrungen getroffen.

Insgesamt sind jedoch bisher im Rahmen der ca. 20-jährigen Erfahrung im diagnostischen Einsatz der Kernspintomographie mit den üblichen Magnetfeldstärken bis 1,5 Tesla keine schädigenden Wirkungen bekannt geworden.


WEITERE INFOS ZU SPEZIELLEN KERNSPINTOMOGRAPHISCHEN UNTERSUCHUNGEN:
>> MRT der Galle (Kernspin-Cholangio-Pancreaticographie)
>> MRT der Gefäße (Angiographien)
>> MRT der Brust
>> MRT der Nieren- und Harnleiters (Urographien)
>> MRT der Wirbelsäule
>> MRT der Gelenke
>> MRT des Kopfes